thumb haushaltUnterhändler des Europaparlaments haben sich gestern Nacht mit den Mitgliedstaaten auf einen EU-Haushalt für 2020 geeinigt. Hierzu erklärt die zuständige Berichterstatterin Monika Hohlmeier (CSU):

„Über 21 Prozent des EU-Haushaltes werden im kommenden Jahr in den Klimaschutz investiert. Wir haben erreicht, dass die Mittel für klimabezogene Ausgaben um 500 Millionen Euro angehoben werden. Das wird die Investitionen in grüne Zukunftstechnologien und die europäische Exzellenz-Forschung um ein Vielfaches steigern.

Der EU-Haushalt 2020 stellt klar, dass der Kampf gegen den Klimawandel, die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien in Europa und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen. Mit insgesamt 900 Millionen Euro für Klima, Digitalisierung und Jugend konnte das Europaparlament wichtige Akzente setzen und zeigen, dass Europa handlungsfähig ist.“

 

Hintergrund:
Das Parlament konnte sich nach zähen Verhandlungen mit den Mitgliedsstaaten auf den EU-Haushalt für das kommende Jahr einigen: Die Mittel für Verpflichtungen liegen bei 168,7 Milliarden Euro, die Zahlungen belaufen sich auf 153,5 Milliarden Euro. Neben Klimainvestitionen sollen besonders junge Menschen stärker gefördert werden. Die Mittel für das Austausch- und Bildungsprogramm Erasmus+ sowie die kostenlosen Interrail Tickets für 18-Jährige im Rahmen von DiscoverEU sollen steigen. Im Bereich der Entwicklungshilfe wird Europa im nächsten Jahr verstärkt mehr für die Befreiung der Meere von Plastikmüll unternehmen und Menschen in Entwicklungsländern einfacheren Zugang zu Energieversorgung über erneuerbaren Energien ermöglichen können.